Warum denn gerade Yoga?

Pilates oder Fitness, EMS- Training oder einfaches Joggen tun es doch auch?

Das stimmt, egal für WAS du dich entscheidest, mach dich einfach nur auf den Weg! Geh los,  tu einen Schritt nach dem Anderen. Ob du dich für Yoga entscheidest oder für Laufen oder Tanzen spielt keine große Rolle. Beginn einfach nur damit, etwas für DICH zu tun!    

Letztlich ist es eine Frage des persönliches Geschmacks, des eigenen Lebenstils womit du dir selbst gut tust, der Eine braucht ein schweißtreibendes Powerprogramm, der Andere Entspannung und Atmung, der Nächste einfach nur fließende Bewegungen, Manche lange Spaziergänge.

Yoga bietet eine ziemlich große Bandbreite an verschiedenen Möglichkeiten. Für Jedenscheint etwas dabei zu sein.

Und so kannst du wählen, unter einer Vielzahl von Yogastilen.

Du könntest dich für PowerYoga entscheiden, wenn du dich so richtig verausgaben magst. Oder du wählst Bikram- bzw. Hot- Yoga, wenn du in`s Schwitzen kommen möchtest und Spaß daran hast, dich in einem etwa 40Grad- warmem Raum zu bewegen. KundaliniYoga kann interessant sein, wenn du mehr die spirituelle Ausrichtung schätzt und du Bewegung und Atmung miteinander verbinden willst. Oder praktiziere AsthangaYoga- ein ziemlich intensiver Yogastil, bei dem die Asanas (Körperübungen) immer in gleicher Reihenfolge absolviert werden, die einzelnen Übergänge fast fließend sind. Andere mögen IyengarYoga mit besonderer Konzentration auf die Ausrichtung des Körpers oder JivamuktiYoga- körperlich sehr anstrengend mit Einbeziehung spiritueller Elemente. Auch AnusaraYoga ist interessant- die Asanas werden geübt mit Ausrichtung auf den Körper in Kombination mit einer positiven Lebenseinstellung.

Für mich sind es YinYoga, mit seinen sehr sanften, lang zu haltenden, Übungen mit Schwerpunkt auf Dehnung von Muskeln und Gewebe, KlangYoga mit Einsatz von verschiedenen Klanginstrumenten wie Gongs, Klangschalen, Windspiele, Harmonium und weitere, um noch intensiver zu entspannen und SivanandaYoga, ein integralen Yogastil, der mehrere Yogawege in sich vereint:

HathaYoga als bekanntester Weg- er umfasst körperorientierte Praktiken (Asanas- Körperstellungen), Atemübungen, Tiefenentspannung, gesunde Ernährung, positives Denken und Meditation)

KundaliniYoga-  Yoga d. Energie

BhaktiYoga- Yoga der Hingabe

RajaYoga- mit Techniken des mentalen Trainings

JnanaYoga- Yoga des Wissens

KarmaYoga- Yoga der Tat- er lehrt uns, das Schicksal als Chance zu begreifen

Und so war es diese Form des integralen Yogas, die mir dabei geholfen hat und auch heute noch hilft, das „Hamsterrad des Lebens“ zumindest für einige Zeit anzuhalten, zu entschleunigen, innezuhalten.

Ich würde zu viel versprechen, wenn ich sagen würde, dass mir dies immer und ständig gelingt. Da habe ich noch einen weiten Weg vor mir, doch Yoga ist für mich eine Art Lebenseinstellung/ Lebenstil geworden. Und auch, wenn ich nicht jeden Tag Zeit finde mich auf meiner Matte oder auf den Rasen zurückzuziehen, um Asanas zu praktizieren- jeden Tag integriere ich Elemente des Yoga- ich lenke meine Aufmerksamkeit auf meinen Atem, gerad dann, wenn ich mal wieder das Gefühl habe „alles wird zuviel“- wenn ich mir meiner Atmung bewusst bin, dann bin ich- zumindest für einige Augenblicke- ganz im gegenwärtigen Moment. Oder ich schaue in den Himmel, freue mich über die dahingleitenden Wölkchen, höre die Rufe der Kraniche- nehme sie bewusst wahr. Oder am Morgen, bei der Zubereitung meines Tee`s- achtsam fülle ich das Wasser in den Kocher, bewusst den losen Tee in das Sieb.

Und auch Dankbarkeit spielt eine große Rolle, Dankbarkeit dafür, dass ich mich bewegen kann, keine Schmerzen habe, dass mein Atem so ganz von selbst fließt- frei, ohne Probleme. Und auch dafür, dass meine Familie gesund ist, dass wir einander achten und gern Zeit miteinander verbringen.  All diese Dinge sind bei Weitem nicht selbstverständlich. Und dafür lohnt es sich immer wieder auf`s Neue DANKE zu sagen.

Und damit ist Yoga nicht nur körperliche Ertüchtigung, er ist eher Lebensphilosophie.

Nicht immer hilft er mir dabei meine Ungeduld zu zügeln oder Gelassenheit in allen Lebenslagen zu zeigen. Und auch mein inneres HB- Männchen ist noch immer ziemlich aktiv, wenn auch nicht mehr so intensiv wie früher. Doch ich habe gelernt vermeintlich unliebsame Eigenschaften anzunehmen, sie als Teil meines Seins zu respektieren, ihnen ihre Daseinsberechtigung zu lassen.

Und so bin ich bereit auch die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, loszugehen, einen Schritt nach dem anderen zu tun.

Zuletzt aktualisiert am 24.11.2018 von Heike Danker.

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